Die Gemeinde Neuhausen wird auch langfristig von der diesjährigen Ausrichtung des Brandenburgischen Dorf- und Erntefestes profitieren, sagt Bürgermeister Dieter Perko (CDU. Der Höhepunkt des Jahres 2008 in der Gemeinde soll künftig dabei helfen, alte Traditionen wiederzubeleben.
Dieter Perko ist immer noch euphorisch, wenn er über das Dorf- und Erntefest spricht, das im September dieses Jahres 65 000 Gäste besucht haben. „Wir sagen nicht: Das war es für uns“, erklärt der Bürgermeister. „Ganz im Gegenteil. Wir wollen daraus eine Gemeindetradition entwickeln.“ So sei bereits für das Jahr 2009 eine Neuauflage geplant – „wenn auch nicht in derart großen Dimensionen“. Perko vertraut nach eigenen Worten darauf, dass auf diesem Weg alte Bräuche wie die Wahl einer Erntekönigin zu neuem Leben erwachen. Auch für die Wirtschaft der Region sei dieses Vorhaben interessant. „Schließlich kann unsere Landwirtschaft zu solchen Anlässen ihre Produkte präsentieren – wie zum Beispiel ein Direktvermarkter, der seinen Hofladen stärker ins öffentliche Blickfeld rückt.“
Bereits jetzt, wenige Monate nach dem Dorf- und Erntefest, zeichne sich ab, dass viele Menschen aus der Gemeinde Neuhausen die Produkte für ihren täglichen Bedarf nicht mehr ausschließlich beim Discounter holen, sondern direkt vor Ort bei den Anbietern. „Das scheint unter anderem bei der Agrarproduktion in Komptendorf gut zu funktionieren.“
So hofft Perko, dass diese Beispiele weitere Kreise ziehen und somit die Wirtschaft in der Region stärken. Eine Biermeile hatte während des Erntefestes in Neuhausen bei den Besuchern starken Anklang gefunden (die RUNDSCHAU berichtete). Thomas Kircher von der Drebkauer Brauerei, die auch das Festbier kreiert hatte, zeigte seine Freude darüber, dass „die Brauereien von Schlepzig, Finsterwalde, Döbern und Welzow mitmachen“. Weit mehr als 1000 Mitwirkende nahmen am großen Umzug teil.
Kurz nach dem Fest schlug Perko den Kommunalpolitikern vor: „Wir sollten nicht zum Alltag übergehen, sondern diese Möglichkeiten für ein Traditionsfest nutzen, das zu einem besseren Image der Gemeinde beiträgt.“
(Quelle: LR-Online, Von René Wappler






